Hausaufgaben im Ballett?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nicht jedes Kind, dass eine Freizeitbeschäftigung intensiv betreibt, muss sein Hobby gleich zum Beruf machen. Als Eltern sollte man sich trotzdem die Frage stellen: Soll mein Kind jeden Tag in der Woche einem anderen Sport oder Interesse nachgehen, oder soll es sich lieber auf ein einziges konzentrieren?

 

Meiner persönlichen Meinung nach trägt es mehr zur Steigerung des Selbstvertrauens bei, wenn sich ein Kind auf ein oder zwei, vielleicht sogar sich ergänzende Hobbys konzentriert, als in 4 oder 5 verschiedenen Sparten nur "an der Oberfläche" kratzt.

 

Natürlich sollen die Leistungen in der Schule auch nicht unter der Freizeitgestaltung leiden oder die Noten gar in den Keller rutschen.

Aus meinen Erfahrungen als Mutter und Tanzlehrerin zeigt sich aber, dass Kinder ohne Termine (oder wenn man Termine aufgrund der Schule mal reduziert hat) die zur Verfügung stehende Zeit eher zum Trödeln nutzen, als strukturiert zu arbeiten, oder für die Schule zu lernen.

 

Ganz davon abgesehen, dass es immer mehr wissenschaftliche Studien gibt die belgen: Tanzen macht schlau. Tanzen baut Stress ab und hat einen posiviten Einfluss aufs Gehirn.

Sämtliche Fitness-Trends (Bodybuilding, Pilates, Zumba, Yoga oder Faszientraining) wird nirgendwo so sehr vereint wie im regelmäßigen Tanztraining. 

 

Was hat das alles jetzt mit Hausaufgaben im Ballettunterricht zu tun?

 

Freizeitgestaltung soll, bei allen Anforderungen an die professionelle Leitung und das Lernpensum, Spaß machen.

Ohne Spaß ist es zusätzlicher Stress zur Schule und davon hat niemand etwas.

Trotzdem reicht eine Stunde Klavierunterricht oder eine Stunde Training in der Woche nicht aus, um auch nur irgendwo Fortschritte zu machen.

 

Wenn Eltern Ihr Kind zum Klavierunterricht anmelden, ist Ihnen von Anfang an klar, dass das Kind zu Hause auch mal üben muss, wenn es im Klavierspielen besser werden möchte. Jeder sieht ein, dass von einer Stunde Musikunterricht in der Woche allein, kein Pianist heranwächst. Auch hat man mehr Spaß, sowohl der Pianist, als auch der Zuhörer, je besser der Schüler wird. Die Leichtigkeit des Klavierspielens, die selbstständige und unbewusste Aktion der Fingerfertigkeit kommt nur durch regelmäßiges Üben und trainieren zustande. Wer sich zu Hause nicht auch mal an sein Klavier setzt, wird nicht viel Freude im Unterricht haben und womöglich auch über kurz oder lang wieder aufhören.

 

Wie oft kommen Mütter zu mir, melden ihr Kind zur Schnupperstunde an und erzählen mit einem wehmütigem Blick in den Augen, dass sie als Kind auch Ballett-Unterricht hatten, aber dann die Lust daran verloren ging.

Ich frage mich, ob man das mit Hausaufgaben nicht hätte verhindern können.

 

Hausaufgaben dienen meines Erachtens und meiner Erfahrung nach, ganz klar zur Motivations-Steigerung.

Wer regelmäßig übt hat schneller Erfolg. Wer mehr Erfolg hat, hat mehr Spaß, wer mehr Spaß hat, übt mehr.

 

Oft hat das Regelmäßige Üben zu Hause dazu beigetragen, dass Kinder, die eigentlich mit dem Ballett aufhören wollten, doch weiter zum Unterricht gekommen sind. Durch das zusätzliche Training zu Hause werden die Erfolge für das Kind sichtbarer und der Unterricht macht wieder mehr Spaß.

 

Je nach Alter und Talent habe ich Postkarten oder kleine Heftchen, mit denen die Kinder üben können.

Sie erhalten Übungen zur Verbesserung der Kraft, Flexibilität (Spagat) und Grundlagen-Ausdauer.

 

Normalerweise überbrücke ich so die Zeit bis die Kinder 8 Jahre alt sind.

Im Alter von 8-10 Jahren kommt oft das nächste Motivationsloch. Die Kinder haben das Gefühl immer das gleiche im Unterricht zu machen (was ja so gesehen auch stimmt, denn nur durch die vielen Wiederholungen werden wir besser) und glauben nichts neues mehr zu lernen.

Hier kommt dann meine Aufforderung jetzt erstrecht 2x die Woche zu kommen. Dieses Phänomen finde ich immerwieder faszinierend, wie Kinder die eigentlich aufhören wollten, dann plötzlich am liebsten jeden Tag kommen möchten, einfach weil sie jetzt spühren wie sie die anderen in der Gruppe (die vielleicht nur einmal kommen) überholen.

Eine zweite oder dritte Stunde Ballett-Unterricht ist absolut motivierent.

Die Kinder haben dann nicht das Gefühl jede Woche von vorne an zu fangen, sondern erinnern sich schneller an die Übungen und Korrekturen vom Vortag, sind konzentrierter und fleißiger, stolz erzählen sie vom Muskelkater und genießen es, im Spagat ein paar Zentimeter tiefer zu sein als die anderen.

 

Im Jazz-Dance erkennen sie wie wichtig eine saubere Technik ist und wie ihnen das strenge Ballett-Training zugute kommt. Bei den "coolen Bewegungen" im Jazz-Dance mit der "coolen Musik" geniesen die Kinder ihre hohen, gestreckten Beine und wilden Sprünge.

 

 

Der Vorteil bei der ganzen intensivieren eines speziellen Hobbys, sei es nun das Klavierspielen, Zeichnen oder Ballett, sollte sich das Kind entscheiden, doch daraus einen Beruf zu machen, es muss ja nicht immer die Ballerina sein, es geht auch eine Ausbildung zur Staatl. Gymnastiklehrerin, Tanzpädagogin oder Musikal-Darsteller, Schauspieler oder einfach eine Grundschullehrerin, die eine Tanz-AG anbieten möchte, dann kann sich das Kind diesen Wunsch leichter erfüllen, als wenn es nach einem Jahr Ballettunterricht die Lust verloren hat und dann aufhört.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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